Krankheiten

Frauen leiden häufiger unter Karies als Männer

Obwohl Männer weniger Zeit in ihre Zahnpflege investieren als Frauen, leiden letztere häufiger unter Karies. Nicht nur Untersuchungen aus der Gegenwart belegen diesen Zustand, sogar in der Steinzeit wurden Nachweise dafür gefunden, dass Frauen öfter und schneller an Karies erkrankten als Männer. Zum einen liegt die Anfälligkeit der weiblichen Zähne an hormonellen Umstellungen und Belastungen durch die Schwangerschaft, aber auch daran, dass Frauen früher ihre Milchzähne verlieren. So sind die bleibenden Zähne länger den Bakterien im Mundraum,die Karies fördern können, ausgesetzt.

Frauen müssen auf dem Zahnarztstuhl eher zittern, denn ihre Zähne sind häufiger von Karies betroffen als die der Männer

Frauen müssen auf dem Zahnarztstuhl eher zittern, denn ihre Zähne sind häufiger von Karies betroffen als die der Männer

 

Frauen: mehr Karies als Männer

Studien, wie die vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2010, zeigen, dass mehr Frauen als Männer im Laufe ihres Lebens unter Karies leiden. Das liegt jedoch nicht an fehlenden Kontrollbesuchen beim Zahnarzt oder eine schlechteren Mundhygiene, denn vor allem Frauen achten besonders auf die regelmäßige Pflege der Zähne. Grund für die Anfälligkeit der weiblichen Zähne ist eher die Hormonzusammenstellung. Denn Frauen sind stärker hormonelle Schwankungen unterlegen, die wiederum die Zusammensetzung des Speichels beeinflussen. Der Speichel kann deshalb weniger kariesbekämpfend wirken als bei den Männern. Dazu kommt auch noch ein verringerter Speichelfluss, der sich bei Frauen besonders aufgrund von Medikamenten, aber auch in den Wechseljahren einstellt.

 

Schwangerschaft kann Karies fördern

Ein großen Einfluss auf die Zahngesundheit hat auch die Schwangerschaft. So belegen schon Daten aus der Steinzeit, dass die Schwangerschaft den weiblichen Zähnen nicht gerade positiv zugutekam. Denn durch die hormonellen Veränderungen wird die Bakterienanzahl im Mundraum erhöht, was das Zahnfleisch anfälliger für Entzündungen macht. Darüber hinaus schädigt Erbrechen, wie es in Folge der Morgenübelkeit eintreten kann, den Zahnschmelz und auch der Heißhunger auf Süßes, der nicht selten mit dem Genuss von stark zuckerhaltigen Lebensmitteln gestillt wird, wirkt sich nicht besonders positiv auf die Zahngesundheit aus.

 

Frauen verlieren früher ihre Milchzähne

Ein weiterer Grund, der dazu führt, dass Frauen mehr von Karies betroffen sind, ist laut Dr. Christiane Gleissner von der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde der Universität Mainz auch das frühe Verlieren der Milchzähne. Dadurch, dass Frauen schneller das bleibende Gebiss bekommen, sind eben diese bleibenden Zähne auch länger den Belastungen des Mundraumes ausgesetzt.  Besonders bei älteren Frauen sorgt das dafür, dass ihnen öfter die Zähne fehlen als gleichaltrigen Männern. Gekoppelt an hormonelle Schwankungen und einen verringerten Speichelfluss, sind Frauen somit im Alter öfter von der Zahnlosigkeit betroffen.

 

Zähne richtig pflegen

Gegen die genetische und hormonelle Vorbelastung können Frauen wenig tun. Jedoch sollten Sie darauf achten auch weiterhin gründlich die Zähne zu pflegen, bei verringertem Speichelfluss oder hormonellen Schwankungen sollten Sie Ihren Arzt konsultieren und regelmäßig zum Zahnarzt gehen. Darüber hinaus sollten Sie auch sicher gehen, dass Sie gut versichert sind, falls doch einmal wieder einen Zahnbehandlung ansteht.  Dazu lohnt es sich auch den Zahnzusatzversicherung Test zu machen und zu schauen, ob einige Zusatzleistungen sich in Zukunft rentieren könnten, denn neue Inlays oder Kronen können schnell ins Geld gehen.

 

Bild: Pressmaster /shutterstock.com

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