Krankheiten

Hepatitis C auf dem Vormarsch

Wir sind aufgeklärt im Bezug auf HIV und AIDS und praktizieren Safer Sex. Doch seit Jahren verbreitet sich eine neue Krankheit:

Hepatitis C

Hier also eine Zusammenfassung nach dem aktuellen Stand der Medizin:

Die Übertragungswege von Hep C sind immer noch ein Mysterium, aber eins kann man sicher sagen, sie wir durch eine Verletzung der Schleimhäute verursacht.

Übertragungswege:
Bei etwa 30 % der Erkrankungen lässt sich im Nachhinein der Infektionsweg nicht mehr nachvollziehen.

Hepatitis C durch Sex:
„Sex nur mit Gummi und beim Blasen raus, bevor’s kommt“ ist der beste Schutz vor den meisten sexuell übertragbaren Krankheiten. Mit Safer Sex ist man auf der sicheren Seite. Zu den weiteren Risiken zählen parallel eingefangene sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Syphilis oder Chlamydien. Auch HIV erhöht das Risiko einer Koinfektion.

Drogenkonsum:
Es scheint Usus geworden zu sein, dass Drogen (Amphetamine, Kokain) mit winzigen Glassplittern versetzt werden. Durch das leichte Verletzen der Nasenschleimhaut bekommt man durch die Drogen einen besseren Kick.
Doch gerade diese Verletzung kann eine Ansteckung ermöglichen, da ja meistens ein Geldschein o.ä. die Runde macht und somit der Virus herumgereicht wird. Wenn man Drogen nimmt, sollt jede sein eigenen Röhrchen nehmen und auf Geldscheine verzichten.

Hepatitc C Viren überleben sehr lange an der Luft, viel länger als ein HI Virus. Hepatitis C Viren können an Nagelscheren oder Rasierer überleben. Die Inkubationszeit liegt zwischen 2 und 26 Wochen (6 Monaten).

Behandlung:
Hepatitis C ist gut behandelter, wenn sie akut ist, also die ersten sechs Monate. Danach wird’s wirklich schwer sie zu heilen, denn dann ist sie chronisch.

Die Hepatitis-C Behandlung besteht aus zwei Komponenten: Interferon, welches einmal wöchentlich subkutan injiziert wird und zum anderen aus dem Ribavirin, welches in Tablettenform täglich eingenommen werden muss, meistens über eine Dauer von 24 bis 48, selten 72 Wochen.

Ziel der Behandlung ist, dass sechs Monate nach dem Therapieende weiterhin kein Virus mehr nachweisbar ist (HCV-RNA negativ). Ist dieser Punkt erreicht, gelten Patienten als geheilt. Spätere Rückfälle sind sehr selten.

Ab voraussichtlich 2011 stehen weitere neue Hepatitis-C-Medikamente zur Verfügung, die aber immer in Kombination mit Interferon und Ribavirin eingesetzt werden

Vorbeugung:
Trotz intensiver Bemühungen wurde bis heute kein wirksamer Impfstoff  zur aktiven Immunisierung gegen Hepatitis C gefunden. Schutzmaßnahmen bestehen vor allem darin, Blut-zu-Blut-Kontakte mit Infizierten zu vermeiden und bei intravenösem Drogenkonsum immer ein neues Spritzbesteck zu verwenden. Infizierte sollten lernen, „Blut-Vorsicht“ zu üben (Aids-Hilfe).

Dazu gehört vorwiegend, auf mögliche Blutkontakte aufmerksam zu werden und die gemeinsame Benutzung von Nagelscheren, Rasiermessern und auch Zahnbürsten mit Nicht-Infizierten zu vermeiden. Zudem sollte man bei unbekannten Sexualpartner ein Kondom benutzen.

Es gibt keine Postexpositionsprophylaxe nach einer Infektion mit Hepatitis C, wie sie zum Beispiel bei Hepatitis B oder HIV bekannt ist. Wird eine Hepatitis C jedoch im ersten halben Jahr nach der Infektion entdeckt und behandelt, kann eine 24-wöchige Interferon-Therapie in mehr als 90 % der Fälle zur Heilung führen, bevor die Erkrankung einen chronischen Verlauf nimmt.

Hepatitis C: Infos des Robert-Koch-Institutes – Hepatitis C
Mensvita – Jeder Zehnte hat Hepatitis

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