Ernährung

Zuviel Salz in Fertiggerichten

Wer sich regelmäßig von fix und fertig zubereitetem Gulasch oder Geschnetzeltem ernährt, nimmt mit einem Tellergericht bereits die empfohlene Tagesmenge an Salz zu sich – so das alarmierende Ergebnis einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW.

Den Salzgehalt in Fertigmenüs für die Mikrowelle hatten die Verbraucherschützer im August/September in verschiedenen Supermärkten und Discountern genauer unter die Lupe genommen.

Im Fokus standen 103 Tellergerichte mit Hausmannskost, deren Kalorien- und Hauptnährwerte in einer Tabelle auf der Verpackung aufgelistet waren. Lediglich bei sechs Packungen war ausdrücklich die Salzmenge für die jeweilige Rezeptur angegeben.

Bei 84 Menüs stießen die Tester statt auf Salz lediglich auf den Natriumgehalt. Bei 13 Produkten suchten die Tester beides vergebens.

Einzige Orientierungshilfe für Verbraucher bislang, um sich über den Salzgehalt von Fertigmenüs zu orientieren:

Neben dem Natriumgehalt wird eine Prozentangabe genannt, diese sollte nur wenig höher liegen als die entsprechende Prozentangabe neben den Kalorien. Produkte ganz ohne Angaben lässt man besser gleich im Supermarktregal liegen.

Die Daten der Nationalen Verzehrsstudie II bestätigen, dass der Kochsalzkonsum von weiblichen Jugendlichen und Erwachsenen im akzeptablen Bereich liegt. Die höchste mittlere Natriumzufuhr hatten die männlichen 19- bis 24-Jährigen mit 3,7 g pro Tag, bei den 14- bis 18-jährigen Jugendlichen lag die Zufuhr bei 3,5 g pro Tag.

Umgerechnet auf den Kochsalzkonsum, lag dieser bei ca. 9 g pro Tag. Eine Zufuhr in dieser Höhe ist hinsichtlich der Prävention von Bluthochdruck als nachteilig zu bewerten. Deshalb fordert die DGE: “Anstrengungen zur Senkung des Kochsalzverzehrs im Kindes- und Jugendalter sind erforderlich.”

Fazit: Am besten immer noch selber einkaufen, zubereiten und geniessen. Selbst Berufstätige können innerhalb von 20 – 30 Minuten ein Gericht zubereiten, Ratgeber und Kochbücher für die schnelle, gesunde Küche gibt es viele auf dem Markt.

Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, DGE, Ökotest, Medizinauskunft

Post a Comment