CBD im Trend | © PantherMedia / VadimVasenin
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CBD im Trend: Die vielseitige Geheimwaffe?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Gewonnen wird der Wirkstoff aus der weiblichen Hanfpflanze. Im Unterschied zum THC hat das CBD aber keine psychoaktive Wirkung. Hier kommt es also zu keinem bewusstseinserweiternden Effekt, kurz gesagt, CBD macht nicht „high“. Dennoch verfügt das CBD, das übrigens ins Deutschland inzwischen legalisiert ist, über eine ganze Reihe sehr positiver Eigenschaften und wird deswegen zunehmend zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Der Gesundheitstrend „Medical Cannabis“ verbreitet sich zunehmend.

Welche Wirkung zeigt CBD?

Die Darreichungsformen von CBD sind inzwischen recht vielseitig. So nutzen beispielsweise Sportler sehr gerne legale Hanfproteine. Im Lebensmittelbereich ist es unter anderem in Nahrungsmitteln, Getränken und Supplements enthalten; und es gibt natürlich auch CBD Liquids zum Dampfen. Zwar werden noch verschiedene Studien benötigt, um abschließende Aussagen zu tätigen, aber gerade derzeit ist das Interesse der Forschung an den Inhaltsstoffen von CBD sehr groß.

Viele Studien haben sich bis dato bereits mit der Wirkungsweise von Cannabidiol befasst, die dann auch bereits einige Vermutungen bestätigen konnten. Zu den Eigenschaften von CBD zählt beispielsweise die schlaffördernde Wirkung. Auf das gesamte Nervensystem hat das CBD eine beruhigende Wirkung. Zudem ist es krampflösend und es fördert die Regeneration.

Auch eine blutdrucksenkende Wirkung in Stresssituationen wurde von Wissenschaftlern der University of Nottingham untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass sich bei den Testpersonen durch die Einnahme von 600 mg CBD die Herzfrequenz senkte und die Beruhigungsphase unterstützt wurde. Noch bedarf es aber weiterer detaillierter Untersuchungen für die pharmakologische Anwendung von CBD bei Herz-Kreislauf Beschwerden.

Forscher verabreichten Patienten nach einer Nierentransplantation in Uruguay CBD in Dosen von 50 und 150 mg CBD zweimal täglich. Diese Testpersonen litten deutlich weniger unter Schmerzzuständen. Allerdings fehlt es auch hier noch an intensiver klinischer Forschung, um eine generelle Aussage treffen zu können.

Auch wenn in vielen Bereichen noch intensive Forschungen ausstehen, so ist das CBD-Öl zur besseren Regeneration dennoch seit dem 1. Januar 2018 von Leistungssportler völlig legal nutzbar. Inzwischen hat die WADA (World-Anti-Doping-Agency) reines CBD aus der Liste der unerlaubten Dopingmittel gestrichen.

CBD in seinen unterschiedlichen Darreichungsformen

CBD | © PantherMedia / anan kaewkhammul

CBD | © PantherMedia /anan kaewkhammul

Überall auf der Welt haben inzwischen CBD-Supplements und -Lebensmittel die Märkte erobert. Für Sportler ist nach der aktuellen Rechtslage die Anwendung von CBD-Öl für die Regeneration der Muskeln erlaubt. Da CBD sehr vielseitig einsetzbar ist, stehen auch entsprechend unterschiedliche Darreichungsformen zur Auswahl. Abhängig vom Herstellungsprozess ist CBD als Öl, als Isolat oder als Wachs erhältlich.

  • CBD-Öl
    Besonders beliebt und entsprechend weit verbreitet ist das CBD-Öl in Tropfenform. Diese Darreichungsform erlaubt es, einen Tropfen direkt im Mund zergehen zu lassen. Die Aufnahme des Wirkstoffs kann so sehr schnell über die Schleimhäute erfolgen. Geschmacklich kann das Öl aber etwas gewöhnungsbedürftig sein, da es ein wenig an Heu oder Holz erinnert.
  • CBD-Kapseln
    CBD ist aber auch in Kapselform erhältlich. Besonders vorteilhaft ist bei der Einnahme der Kapseln, dass diese im Gegensatz zum CBD-Öl absolut geschmacksneutral sind. Damit bieten die Kapsel für all diejenigen, die den Geschmack des CBD-Öls nicht mögen, eine ausgezeichnete Alternative.
  • CBD-Paste
    Bei dieser Darreichungsform handelt es sich um hochkonzentriertes CBD, das zur äußerlichen Anwendung gedacht ist. Hierbei handelt es sich entweder um Pasten, Salben, oder Cremes. Diese werden beispielsweise bei Verletzungen direkt auf die Haut aufgetragen. Wichtig ist hier aber, dass die CBD-Paste sparsam angewendet wird, da sie sehr hoch konzentriert ist.
  • CBD-Kristalle
    Diese Form des CBD ist ein echter Alleskönner, denn die Kristalle eigenen sich nicht nur zur direkten Einnahme, indem man sie langsam unter der Zunge zergehen lässt, sondern man kann auch selber CBD-Öl, Liquids oder Pasten herstellen. Auch hier sollte man mit der Dosierung vorsichtig vorgehen, da auch die Kristalle hochkonzentriert sind.
  • CBD-Blüten
    CBD Blüten sind ebenfalls auf Vormarsch, da man mit ihnen hervorragend Tee aufbrühen kann. Aber Achtung, aktuell sind diese Blüten in Deutschland noch nicht legal.
  • CBD-Getränke
    Zwar ist das Aufbrühen von Tee mit Hilfe von CBD Blüten in Deutschland noch nicht erlaubt, aber eine tolle Alternative bieten hier CBD-Getränke. So finden sich bereits auch hierzulande bereits eine Reihe von Getränken, wie beispielsweise Limonade, auf Hanfbasis oder mit CBD als Zusatz.
  • CBD-Liquid
    Auch verschiedene Liquids, die für das Verdampfen in einer E-Zigarette gedacht sind, sind inzwischen erhältlich. Nach Angaben des CBD Experten und Suchtberaters Cornelius De Luca können sie sogar dabei helfen, die Entwöhnung vom Nikotin maßgeblich zu unterstützen.

Unterschiedliche Darreichungsformen und ihre Wirkung

Je nachdem, für welche Darreichungsform von CBD man sich entscheidet, hat man es auch mit einer unterschiedlichen Bioverfügbarkeit zu tun. Das CBD, das direkt über den Mund, also die Schleimhäute verabreicht wird, wie zum Beispiel das CBD-ÖL oder die Kristalle, entfaltet seine Wirksamkeit etwas schneller als das bei den CBD-Kapseln der Fall ist. Diese müssen erst den langen Weg durch den Verdauungstrakt antreten, um dann die Wirkstoffe ins Blut abzugeben.

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