Diät

Auch der Gedanke an Essen macht satt

Gute Nachrichten für alle Diätwilligen. Selbst während einer Diät kann und sollte man intensiv an köstliche Speisen denken. Schon allein das imaginäre Essen nämlich macht satt. Dies fanden amerikanische Wissenschaftler heraus.

Gerade während einer Diät ist das Verlangen nach besonders süßen, kalorienhaltigen Speisen oft übermächtig.

Doch muss man dieses Verlangen nicht versuchen zu unterdrücken. Im Gegenteil ist es besser, sich voll und ganz der Vorstellung etwas Bestimmtes zu essen hingeben. Je intensiver die Vorstellung der begehrten Speisen, desto geringer nämlich der letztendliche Hunger, wenn die Lieblingsspeise tatsächlich vor einem steht.

Allerdings funktioniert dies nur, wenn auch ganz intensiv nicht nur an die Speise gedacht wird, sondern sich auch der Vorstellung des Verzehrs hingegeben wird.

Dies zeigte sich deutlich bei einer Studie, die amerikanische Wissenschaftler der Carnegie Mellon University in Pittsburgh durchführten. Dazu wurden 51 Studienteilnehmer angewiesen, sich eine bestimmt Handlung 33 Mal vorzustellen. Die Testpersonen wurden dazu in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste sollte sich intensiv vorstellen, 33 Münzen in einen Automaten zu stecken, die zweite 30 Münzen in einen Automaten zu stecken und drei Schokolinsen zu essen, die dritte sollte sich intensiv vorstellen, 33 Schokolinsen zu essen.

Im Anschluss wurden allen drei Gruppen eine Schüssel voller Schokolinsen angeboten, von denen sie so viele essen durften, wie sie wollten. Dabei zeigte sich deutlich, dass diejenigen, die schon zuvor geistig die Schokolinsen verzehrt hatten, erheblich weniger davon in der Realität aßen. Als bei einer Wiederholung des Experiments den Testpersonen im Anschluss Käsehäppchen angeboten wurden, verzehrten davon alle drei Gruppen etwa gleich viel.

Stellten sich nun aber die Teilnehmer des Experiments vor, statt der Schokolade Käse zu verzehren, aßen diejenigen, die sich dieser Vorstellung hingegeben hatten, anschließend deutlich weniger der angebotenen Häppchen. Die Wissenschaftler folgerten daher, dass der Unterschied zwischen Vorstellung und Erlebtem weit geringer ist, als bisher angenommen.

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