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Rache ist manchmal doch süß

Rache zu üben gilt als niederträchtig und von einem schlechten Charakter zeugend.

Manchmal jedoch, so raten Psychologen, ist es angebracht seine Rachegelüste in schamvoll und demütig zu unterdrücken, sondern auszuleben.

Denn wer seine Rachegelüste in Maßen auszuleben versteht, der kann dadurch für sich ein Gefühl der Gerechtigkeit wieder herstellen und fühlt sich einfach besser.

Der Gedanke, der jedem Rachegefühl zu Grunde liegt, ist ein einfacher, nämlich die Suche nach Gerechtigkeit. Doch Rache zu üben, egal in welchem Maße, ist gesellschaftlich eher verpönt. In Maßen jedoch ausgeübt, kann Rache wahrhaft süß sein.

Es kommt dabei zum einen darauf an, für welches Unrecht man sich gedenkt zu rächen, vor allem aber das Maß nicht aus den Augen zu verlieren. Unterschieden werden muss dabei zwischen Rachefantasien, die durchaus ein wenig kraftvoller sein können und der Rache, die in die Tat umgesetzt wird.

Dabei geht es darum der Person, an der man sich rächen möchte deutlich zu zeigen, dass man sich nicht auf diese weise behandeln lässt. Auch kann die wohl dosierte Rache helfen, sich nach erfahrenem Unrecht nicht mehr dem Anderen unterlegen zu fühlen.

Doch blinde Rache ist nicht der richtige Weg. So muss man trotz aller Rachegedanken immer entscheiden, ob es lohnt, sich zu rächen, oder selbst ein „wie du mir so ich dir“ nicht letztlich zu einer endlosen Spirale mit zwei Verlieren führt. Dies kann beispielsweise geschehen, wenn ein Partner in einer Beziehung betrogen wurde und es mit gleicher Münze heimzahlt und nun seinerseits aus Rache den Betrug wiederholt.

Zwar stellt sich ein kurzfristiges Gefühl der Befriedigung ein, doch auf lange Sicht schadet in diesem Falle die Rache der Beziehung mehr, als das sie nützt. Erzählt hingegen eine Kollegin haarsträubende Geschichten, so kann es durchaus eine sehr süße Rache sein, auch über diese kleine Geschichtchen zu verbreiten.

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