Frust über Haarausfall | © panthermedia.net /belchonock
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Worauf Frau beim Kauf ihrer ersten Perücke achten sollte – Ratschläge und Tipps

Haarausfall hat verschiedenste Ursachen: Er kann erblich bedingt sein oder durch Infektionen und Stoffwechselerkrankungen hervorgerufen werden. Auch Mangelernährung, Hormonschwankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können zu verstärktem Ausfall des Eigenhaares führen. Insbesondere bei Krebspatienten, die sich einer chemotherapeutischen Behandlung unterziehen müssen, kommt es mit der Zeit zwangsläufig zum Haarausfall.

Unabhängig von seiner Ursache ist Haarausfall immer eine starke psychische Belastung für die Betroffenen, da sie sich in der Regel stark schämen und ihr Selbstwertgefühl gravierend sinkt. Wenn der Verlauf immer weiter voranschreitet und irgendwann weder Haarteile noch Toupets helfen, sorgt die Anschaffung einer Perücke wieder für ein neues Schönheitsgefühl.

Doch in der Vielzahl der Angebote ist es gar nicht so einfach, die ideale erste Perücke zu finden. Da hochwertige Produkte mitunter sehr teuer sind, sollte man bereits vor dem Kauf einige Dinge klären und somit einen Fehlkauf vermeiden. Wir geben im Folgenden wichtige Ratschläge und Tipps, die bei der Anschaffung der ersten Perücke berücksichtigt werden sollten.

Echthaar vs. Kunsthaar

Die erste Entscheidung, die man auf dem Weg zum Haarersatz treffen muss, bezieht sich auf die verwendeten Haare und ihr Material. Wird eine Perücke aus synthetischen Fasern bevorzugt oder investiert man in ein Modell aus Echthaar? Beide Varianten haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile und während sich für eine Trägerin möglicherweise eine Kunstperücke besser eignet, ist die nächste mit einem Echthaarexemplar besser beraten.

In der Regel sind Kunsthaarperücken in ihrer Anschaffung um einiges günstiger als Echthaarperücken und erfordern außerdem weniger Pflege. Allerdings ist ein Abändern der Perücke nicht möglich: Hat man sich einmal für ein Modell entschieden, kann weder Schnitt noch Farbe variiert werden. Wer also eine Perücke aus Synthetik wählt, der sollte sich ganz sicher in seiner Anschaffung sein.

Echthaarperücken dagegen sind zwar teurer und pflegeintensiver, aber können individuell auf ihre Trägerin angepasst werden. Außerdem darf man sie problemlos auch beim Duschen, Schwimmen oder Schlafen anbehalten, ohne dass Qualitätsverluste eintreten. Grundsätzlich wirken Echthaarperücken natürlicher und werden von Außenstehenden nicht als Ersatzhaar wahrgenommen, weshalb sich gerade bei langfristigem Haarausfall eine Investition in eine Echthaarperücke lohnt. Für vorübergehenden Haarausfall kann auch eine Kunsthaarperücke zufriedenstellende Ergebnisse bringen.

Haarstruktur, Farbe und Schnitt an den Typ anpassen

Frau mit Locken | © panthermedia.net /puhhha

Frau mit Locken | © panthermedia.net /puhhha

Selbstverständlich spielen Design und Gestaltung der Perücken eine große Rolle bei der Wahl des idealen Zweithaares. Perückenmacher raten dazu, insbesondere bei Haarstruktur und Farbe nicht zu sehr vom Eigenhaar abzuweichen. Beispielsweise würde eine Person, die eigentlich Locken besitzt, mit einer glatten Langhaarfrisur wahrscheinlich eher ungewohnt und unnatürlich aussehen. Auch schwarze Haare mit roten Strähnchen wirken bei jemandem, der für gewöhnlich blonde Engelslocken trägt, unpassend.

Wenn man hingegen Haarstruktur und Haarfarbe an den eigenen Typ anpasst, dann verändert man das Gesamtbild der Haarpracht nicht zu stark und lässt die Frisur für Außenstehende automatisch authentischer erscheinen. Auch für die Trägerin selbst ist der Schritt vom Eigenhaar zum Ersatzhaar nicht allzu groß, wenn Struktur und Farbe ihren ursprünglichen Haaren ähneln. Beim Blick im Spiegel entdeckt sich selbst wieder und schaut nicht auf eine ganz andere Person, mit welcher sie sich nur schwer identifizieren kann.

Hinsichtlich des Schnittes darf man sich allerdings gerne inspirieren lassen und etwas Neues ausprobieren. Solange die Frisur charakterlich und äußerlich zu ihrer Trägerin passt, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Hat man zum Beispiel vorher lange Haare getragen, fühlt man sich vielleicht jetzt mit einer frechen Kurzhaarfrisur wohler – oder andersherum. Schön ist, wer sich in seinem Körper und mit seinen neuen Haaren rundum wohlfühlt. Daher sollte man auf sein eigenes Bauchgefühl hören und sich nicht zu sehr von den Meinungen seiner Mitmenschen negativ beeinflussen lassen.

Auf dem Weg zur idealen Passform

Frau mit langen Haaren | © panthermedia.net /puhhha

Frau mit langen Haaren | © panthermedia.net /puhhha

Zudem sollte beim Kauf einer Perücke selbstverständlich nicht nur das Aussehen, sondern auch die Passform stimmen. Schließlich nützt einem selbst die schönste Perücke nichts, wenn diese nicht richtig sitzt und ständig verrutscht – denn das ist nervenaufreibend, ungemütlich und stört gleichzeitig die Ästhetik. Ein natürliches, stimmiges Erscheinungsbild kann lediglich durch eine perfekte Passform erreicht werden.

Perücken werden in der Regel in Basisgrößen produziert, können aber im Nachhinein von einem Fachmann an den Kopf und die Gesichtsform der Trägerin angepasst werden. Sowohl in den lokalen Geschäften vor Ort als auch bei der Bestellung von Perücken über Onlineshops sollte man mehrere Modelle ausprobieren, um anhand einer Auswahl zu entscheiden, welches Exemplar am besten sitzt und gefällt. Bei besonderer Kopfgröße kann die richtige Perücke auch direkt nach Maß angefertigt werden, doch für diese Ausnahmefälle ist genügend Zeit für die Fertigung einzuplanen.

Bei der Verarbeitungsmethode gilt es grundsätzlich, zwischen genähten und geknüpften Perücken zu unterscheiden, wobei Letztere oftmals eine höhere Qualität aufweisen. Während man bei genähtem Ersatzhaar in der Regel nicht auf die Kopfhaut sehen kann, ermöglicht die Monofilament-Technik von geknüpften Perücken ein besonders natürliches Auftreten. Dies ist zwar etwas teuerer, doch wenn man bedenkt, dass man den Haarersatz Tag für Tag trägt, lohnen sich auch größere Investitionen – in hochwertigere und langlebigere Perücken.

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