Verwendungsmöglichkeiten von Hanf | © panthermedia.net /Shebeko

Schöner und gesünder mit Hanf

Wenn man das Wort Hanf hört, denken die meisten zunächst an Hippies oder Drogenkonsumenten, die THC-haltige Cannabispflanzen nutzen, um sich in einen Rauschzustand zu versetzen. Dabei wird das Kiffer-Image der vielseitig nutzbaren Hanfpflanze nicht im geringsten gerecht. Ihre Einsatzgebiete reichen von Kosmetik, über Ernährung bis hin zur Nahrungsergänzung und Gesundheitsförderung. Doch was genau macht die Pflanze so besonders und in wie lassen sich Hanfprodukte konkret in den Alltag integrieren?

Hanf als Nutzpflanze

Hanf, besser bekannt als Cannabis, ist eine Nutzpflanze, aus der sich zahlreiche Produkt herstellen lassen. Dazu gehört das kostbare Hanföl, das eine der wichtigsten Zutaten in der Hanfkosmetik ist. Diese gilt als besonders pflegend und ist selbst bei empfindlichster Haut bestens verträglich. Aber nicht nur im kosmetischen Bereich gilt Hanf als herausragender Rohstoff. Die Hanfpflanze spielt ebenso bei einer gesundheitsbewussten Ernährung eine große Rolle. Außerdem hat die nährstoffreiche Faserpflanze sogar eine heilende Wirkung, weshalb sie in Form von Medizinalhanf mittlerweile sogar als Heildroge auf Rezept erhältlich ist. Wir haben uns diese außergewöhnliche Pflanze und ihre interessanten Inhaltsstoffe für euch näher angeschaut.

Warum ist Hanf so vielseitig nutzbar?

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Wenn die Rede von Hanf ist, wird in der Regel die Nutzpflanze Cannabis sativa L gemeint. Alle Pflanzenteile sind verwendbar – von Samen über Stängel und Blätter bis hin zur Blüte. Aus den faserhaltigen Stängeln lassen sich beispielsweise Textilen und Hanfpapier herstellen. Hanfsamen, sogenannte Hanfnüsschen, können als Lebensmittel verzehrt oder zu kostbarem Hanföl gepresst werden. Das Hanfsamenöl findet anschließend Verwendung als Speiseöl oder in diversen Kosmetikprodukten, um mit seinen bioaktiven Inhaltsstoffen die Haut zu pflegen. Die Blüte der weiblichen Hanfpflanze ist wird bisher hauptsächlich als rauscherzeugende Droge wahrgenommen, die von Kiffern konsumiert wird.

Doch die Hanfblüte enthält nicht nur psychoaktive Substanzen, sondern auch Inhaltsstoffe wie das Cannabidiol (CBD), die gesundheitsfördernde Wirkungen haben. CBD wirkt beruhigend auf das Nervensystem, ist antioxidativ und lässt sich zudem erfolgreich gegen Schmerzen und viele andere Erkrankungen einsetzen. Außerdem wirkt Cannabidiol stark entzündungshemmend, weshalb es unter anderem bei Hauterkrankungen Anwendung findet. In ähnlicher Weise kann auch CBD Öl verwendet werden. Hierbei handelt es sich um ein Cannabisöl aus Hanfsamenöl und schonend gewonnenem CBD Extrakt.

Die bioaktiven Inhaltsstoffe in Hanf

Die biochemische Zusammensetzung von Hanf ist in jeder Hinsicht interessant. Cannabis sativa L. enthält viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Sowohl bei äußerlicher Anwendung von Hanfkosmetik, als auch beim Verzehr von Hanflebensmitteln und CBD Öl als Nahrungergänzungsmittel profitiert ihr von den bioaktiven Wirkstoffen.

Vitamin E – wertvoll für Haut & Gesundheit

Vitamin E, das zu den Antioxidantien zählt, schützt den Körper vor freien Radikalen, die für zahlreiche negative Körperprozesse verantwortlich sein können. Vitamin E hemmt den Alterungsprozess und bietet Schutz gegen die Entstehung von Krebszellen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Bezug auf die Haut ist Vitamin E besonders wichtig, da es dazu beiträgt, dass die Haut zugeführte Feuchtigkeit besser speichern kann. Es wirkt zudem entzündungshemmend und fördert die Heilungsprozesse der Haut.

Mineralstoffe in Hanf

Neben dem wichtigen Vitamin E enthält Cannabis beispielsweise auch Vitamin B1 sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Mangan und Natrium. Ebenfalls gehören Phosphor und Zink zu den Mineralstoffen, die in Hanf enthalten sind. Sie alle sind wichtig für Wachstum, Blutbildung, Stoffwechsel, feste Knochen und Zähne, sowie den Wasserhaushalt im menschlichen Organismus.

Essenzielle Fette in Cannabis

Hanfsamenöl enthält mit einem Verhältnis von drei zu eins eine für den menschlichen Körper geradezu perfekte Zusammensetzung der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese beugen Herz-Kreislauferkrankungen effektiv vor. Sie verbessern die Sehkraft, den Gehirnstoffwechsel und wirken sich positiv auf chronische Entzündungen aus. Außerdem findet sich im Hanföl Gamma-Linolen-Säure, ebenfalls eine mehrfach ungesättigte Fettsäure. Sie hilft beim Aufbau der Zellmembranen und fördert die Elastizität.

CBD – das Cannabinoid in Hanf

Hanfnüsschen | © panthermedia.net /Madllen

Hanfnüsschen | © panthermedia.net /Madllen

Der Wirkstoff CBD ist nachweislich zur Unterstützung gegen diverse Krankheiten und Beschwerden nutzbar. Das Cannabinoid CBD wir zum Beispiel angewendet bei:

  • Epilepsie
  • Krebs und Genese nach Chemotherapie
  • Angst- und Schlafstörungen
  • Übelkeit sowie Magen-Darm-Beschwerden
  • Psychosen
  • Depressionen
  • Neurodermitis
  • entzündliche Prozesse
  • prämenstruelles Syndrom
  • Autoimmunerkrankungen

CBD kommt nur in der Cannabispflanze vor und ist im Gegensatz zu THC nicht psychoaktiv, weshalb Hanfkosmetik, Hanflebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel wie CBD Öl nicht rauschfähig sind. Um Hanfprodukte herzustellen, werden spezielle Hanfsorten (Nutzhanf) verwendet, deren THC-Gehalt so gering ist, dass keine Rauschwirkung eintritt. Deshalb sind Kosmetika, Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel wie das Cannabisöl mit CBD legal im Handel erhältlich und können bedenkenlos angewandt werden.

Hanfkosmetik und CBD Öl für die Hautpflege

Hanföl ist auch eine fantastische Zutat für Kosmetikprodukte, weil die Hanfpflanze selbst kaum anfällig gegen Krankheiten und für Pflanzenschädlinge uninteressant ist. Bei ihrem Anbau werden – wenn überhaupt – nur ganz selten Insektizide und Pestizide benötigt, sodass geernteter Hanf in der Regel Bio-Qualität aufweist und noch dazu die Umwelt nicht belastet. Natürlich ist ein kosmetisches Erzeugnis mit dem hochwertigen Hanföl nur so gut, wie die übrigen Inhaltsstoffe. Namenhafte Hersteller kombinieren das hochwertige Hanfsamenöl mit weiteren Pflegestoffen, die sich ebenfalls durch sehr gute Verträglichkeit und Bio-Qualität auszeichnen. Sie verzichten meist auch auf

  • Farbstoffe,
  • Duftstoffe,
  • Konservierungsstoffe,
  • Paraffine,
  • und Silikone.

Pflegeprodukte mit Hanf für sensible Haut

Die hervorragenden Inhaltsstoffe und ihre Eigenschaften machen Hanfkosmetik geradezu perfekt für die tägliche Reinigung und Pflege sensibler Haut. Die sanften Inhaltsstoffe in Hanfkosmetik tragen maßgeblich dazu bei, den natürlichen Schutzmantel der Dermis zu stärken und ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Die Haut wird besänftigt und dank der Antioxidantien zusätzlich gegen schädliche Umwelteinflüsse geschützt. Gleichzeitig wird der Feuchtigkeitstransfer reguliert, der wichtig ist, um die Haut geschmeidig und elastisch zu halten. Dadurch ist ein natürlicher Anti-Aging-Effekt zu verzeichnen. Die Haut wird vor frühzeitiger Alterung bewahrt.

Hanfkosmetik bei Neurodermitis und juckender Kopfhaut
All die positiven Eigenschaften prädestinieren kosmetische Reinigungs- und Pflegeprodukt aus Hanf nahezu neurodermitische Haut zu behandeln. Seifen, Waschlotionen und Shampoos mit Hanfsamenöl reinigen sanft und spenden der Haut bereits bei der Reinigung Vitamin E sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Das Cannabinoid CBD entfaltet seine antientzündlichen Eigenschaften, wodurch die Entzündungsprozesse der Neurodermitis besänftigt werden und die Regenerationsfähigkeit der Haut gefördert wird. Juckreiz an Körperstellen mit Neurodermitis sowie auf der Kopfhaut wird gelindert.

Hanfkosmetik bei Akne und zur Narbenbehandlung

Auch für die Anwendung bei Akne oder Narben eignen sich Cremes, Lotionen, Salben und Balsame, die das entzündungshemmende und die Zellerneuerung fördernde Öl der Hanfnüsschen enthalten.

Stetig wachsende Produktpalette von Kosmetik mit Hanf

Hanfkosmetik ist inzwischen so gefragt, dass die Produktpalette entsprechender Kosmetikhersteller stetig wächst. Zur Auswahl stehen beispielsweise:

  • Seifen
  • Duschgels
  • duftende Duschlotionen
  • Waschlotionen für Babies und Kinder
  • Schaumbäder
  • Pflegeöle (z. B. mit Avocado oder Aloe Vera)
  • Intimwaschgel (pH-neutral)
  • Bodylotions
  • Gesichtscremes (Tagescreme, Nachtpflege)
  • Lippenpflegestifte

Hinzu kommen noch weitere Pflegeprodukte wie Balsame und Salben, die sowohl für die Pflege geschädigter und trockener Haut verwendet werden können, als auch für Massagen bei Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Entzündungen.

Hanflebensmittel und CBD Öl: Anwendung & Dosierung

Wer mit Hautproblemen, Neurodermitis oder anderen Beschwerden wie beispielsweise schweren Erkrankungen zu kämpfen hat, kann äußerlich die Haut mit Hanfkosmetik unterstützen und durch eine Ernährungsumstellung auch von Innen heraus dem Körper Gutes tun. Bereits zwanzig Mililiter Hanföl täglich zum Anmachen von Salaten oder zum Anbraten (bis 160°C), sowie der tägliche Verzehr von 50 bis 60 Gramm Hanfnüsschen (z. B. in Salaten, in Müsli oder als Knabberei) genügen, um die Gesundheit zu fördern. CBD Öl wird beschwerdeabhängig eingenommen. Die Dosis wird langsam gesteigert. Häufig werden drei Anwendungen pro Tag mit jeweils zwei bis fünf Tropfen empfohlen.

Fazit zu Hanf als wichtige Nutzpflanze

Kochen mit Hanf | © panthermedia.net /Rezeda Kostyleva

Kochen mit Hanf | © panthermedia.net /Rezeda Kostyleva

Wie bereits eingangs erwähnt, bietet die Hanfpflanze deutlich mehr Möglichkeiten und Chancen, als die meisten Menschen es von ihr erwarten. Die Pflanze selbst enthält viele hochwertige Inhaltsstoffe, die sehr wichtig für den Körper sind. Entsprechend positiv wirken sich Produkte aus, die aus Nutzhanf hergestellt werden. Hierzu zählen beispielsweise Kosmetikprodukte, aber auch Hanfsamenöl, welches beispielsweise in der Ernährung Verwendung findet und CBD Öl, das die verschiedensten Beschwerden lindern kann.

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