Frau kann nicht schlafen
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Schlafen leicht gemacht: Tipps für erholsame Nächte

Nächtliche Ruhe ist keine Zeitverschwendung, sondern essentiell für die körperliche und geistige Gesundheit. Während wir schlafen, läuft die Regeneration des Körpers auf Hochtouren. Doch leider können viele Menschen nicht immer so gut schlafen, wie sie es sich wünschen. Wir verraten, wie viel Schlaf Sie wirklich brauchen und mit welchen Tipps Sie Ihre Schlafphasen noch erholsamer machen.

Frau kann nicht schlafen

Gerade Frauen haben oft Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen. Mit unseren Tipps ist damit Schluss!

Na dann, gute Nacht!

Beruflicher Stress, familiäre Schwierigkeiten oder Probleme mit der Gesundheit: für nächtliche Unruhe kann es zahlreiche Gründe geben. Gerade Frauen haben des Öfteren mit Schlafproblemen zu kämpfen: Jede zweite kann regelmäßig nicht gut einschlafen oder durchschlafen. Zu diesem bedenklichen Ergebnis kam eine Forsa Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Dabei kann unser Körper nur volle Leistung zeigen, wenn er sich regelmäßig im Schlaf erholen kann. Die Liste der körperlichen und seelischen Folgen von Schlafmangel ist lang: nachlassende Konzentration, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, Stoffwechselstörungen bis hin zu Depressionen und Persönlichkeitsstörungen.

Unterschiedliche Schlafbedürfnisse

Doch wie viel Schlaf braucht ein Mensch? Egal ob Lang- und Kurzschläfer, Nachtmenschen und Frühaufsteher: der Schlafbedarf ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Während der eine mit einer geringen Schlafdauer von gerade einmal sechs Stunden auskommt, muss der andere zehn Stunden schlafen, um sich tagsüber fit zu fühlen. In erster Linie spielen dafür Veranlagung, Alter und Gewohnheiten eine Rolle. Gerade in jungen Jahren brauchen wir meist mehr Schlaf, während das Bedürfnis mit zunehmendem Alter eher abnimmt. Wie viel Schlaf Sie letztendlich benötigen, merken Sie daran, wie erholt und ausgeruht Sie sich am nächsten Tag fühlen. So finden Sie am besten heraus, wie viel Schlaf Sie brauchen. Aber Vorsicht: Versteifen Sie sich nicht darauf, immer unbedingt sieben Stunden schlafen zu wollen! Damit setzen Sie sich nur unter Druck und schlafen so nur wirklich schlecht.

Denn letztendlich ist nicht nur nicht die Gesamtschlafdauer von Bedeutung, sondern auch wie hoch die Qualität des Schlafes war, das bedeutet, wie gut man durchschlafen konnte und wie viele Tiefschlafphasen während der Nacht möglich waren. Gerade diese Phasen sind für die Regeneration des Körpers besonders wichtig: währenddessen repariert der Körper unterschiedlichste Schäden, die im Laufe des Tages durch Stress und andere schädliche Einwirkungen an den Zellen entstanden sind. Wachstumshormone bauen Muskeln und Knochen auf, das Immunsystem tankt neue Kraft und Reparaturstoffe durchdringen die Haut. Der Begriff Schönheitsschlaf ist daher nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Ohne Schlaf geht im Körper also auf Dauer gar nichts. Doch während immer mehr Schlaflose auf Dauer zu straken Medikamenten greifen und sich so in einen Teufelskreis aus unnatürlichem Schlaf und Abhängigkeit begeben, kann oft bereits mit ein paar wenigen Tricks und alternativen Methoden die Schlafqualität verbessert werden. Wir haben für Sie die fünf besten Schlaftipps zusammengestellt:

  1. Vorsicht vor dem regelmäßigen Feierabend-Bier: Alkohol sediert das Gehirn und lässt Sie zwar leichter einschlafen, allerdings kann sich das Gehirn an diese Betäubung gewöhnen und wird so schnell zur dauerhaften Einschlafhilfe! Neben der Suchtgefahr stört Alkohol bestimmte Schlafphasen, als Folge davon wacht man oft früher auf.
  2. Essen Sie spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen keine großen Mahlzeiten mehr. Während der Nacht wird die Verdauung etwas heruntergefahren, dementsprechend kann ein großes Abendessen schlechter verarbeitet werden und stört so den Schlaf.
  3. Achten Sie auf die richtige Schlafumgebung: eine kühle Raumtemperatur von 15 bis 18 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent sind ideale Bedingungen. Im Sommer schläft es sich daher am besten bei offenem Fenster, während im Winter vor dem Zubettgehen nur nochmal gut durchgelüftet werden sollte.
  4. Vor dem Schlafen für Entspannung sorgen: Verbringen Sie die letzten 30 Minuten vor dem Schlafengehen nicht in grellem Licht wie beispielsweise vor dem Fernseher oder Laptop, sondern in gedämmten Licht (zum Beispiel beim Lesen im Bett). Beschäftigen Sie sich nicht mehr mit Ihrem Tagesstress, sondern versuchen Sie, abzuschalten! Und: Ihr Bett ist nur zum Schlafen da! Nehmen Sie sich niemals Arbeit oder andere möglicherweise belastende Tätigkeiten mit dorthin, damit Ihr Gehirn die räumliche Umgebung auch nur mit Schlafen verbindet.
  5. Keine Panik bei Schlaflosigkeit! Auch wenn Sie mal ein paar Nächte hintereinander schlecht geschlafen haben, sollten Sie sich deshalb nicht verrückt machen. So wichtig Schlaf ist, kann unser Körper doch auch einiges wegstecken und holt sich seinen Schlaf schon noch zurück. Kurz aufstehen und dann ein paar Seiten lesen helfen viel mehr, als zu versuchen, sich zum Schlafen zu zwingen. Alternativ können auch sanfte Naturmittel wie Baldrian, Johanneskraut oder Melisse helfen.

 

Bild: Piotr Marcinski/shutterstock.com

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