Hörgeräte
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Hören Sie gut?

Keine leichte Frage, denn die Antwort fällt Betroffenen lange schwer. Abnehmende Sinneswahrnehmung im Laufe der Jahre ist oft nicht nur schleichend merklich, sondern für denjenigen, den es trifft, schwer zu akzeptieren. Dass die Augen nicht mehr so gut sehen scheint dabei allerdings gesellschaftlicher bereits als „normaler“ empfunden zu werden, wie wenn die Hörkraft nachlässt. Dabei kann man hier mit einem passenden Hörgerät ähnlich helfen wie mit einer guten Brille! Hören Sie also nun gut?

Hörgeräte

In-Ear Hörgeräte verstecken sich kaum Sichtbar im Innenohr.

907 000 verkaufte Hörgeräte in Deutschland

So hoch ist die Zahl 2012 ausgefallen – das ist im Vergleich zu vor 10 Jahren fast eine Steigerung um das doppelte. Experten vermuten, dass es zum einen an einer steigenden Alterung unserer Gesellschaft liegt, aber auch an einer immer breiteren Akzeptanz von Hörsystemen. Zusätzlich können die kleinen Elektrogeräte auch immer mehr: Fernseher, Handys oder MP3-Player werden heute einfach direkt mit dem Hörgerät verbunden. Auch die Frequenzanpassung an unterschiedliche Orte ist immer leichter.

Hörgeräte: Optisch kaum sichtbar

Scheuen Sie sich vor dem Gang zum HNO-Arzt, weil anschließend ein riesiges Plastikmonstrum aus dem Ohr ragen könnte? Moderne Hörsysteme sind heute so klein, dass sie im Alltag kaum auffallen. Widex-Hörgeräte werben etwa damit, kleiner als eine Ein-Euro-Münze zu sein – die kleinen Knöpfe erinnern mehr an Haselnüsse, als an große Elektro-Hörsysteme. Schätzungen von Experten zu Folge tragen nur rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland Hörgeräte – dabei würden rund 14 Millionen so ein Gerät benötigen.

Erster Ansprechpartner: HNO-Arzt

Im Alltag bekommen Sie in Gesprächen oft das Gefühl, nicht alles richtig verstanden zu haben; mit ihren Mitmenschen kommt es immer häufiger zu Missverständnissen und am Ende versucht auch Ihre Familie Sie sanft darauf hinzuweisen, dass Sie wohl einen Termin beim HNO-Arzt ausmachen sollten. Denn dieser ist der erste Ansprechpartner, wenn es um nachlassende Hörfähigkeit geht. Anschließend wird Sie der Arzt zu einem Akustiker schicken, der dann mit Ihnen das passende Gerät findet. Wichtig ist, dass Sie vor dem Kauf Geräte ausprobieren können – auch über einen längeren Zeitraum. Nur den Mut zum ersten Schritt müssen Sie selber aufbringen.

Bild: Lisa F. Young, shutterstock.com

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