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Radfahren: mit dem richtigen Damensattel Nervenschäden vorbeugen

Bald ist es wieder soweit und die Fahrradsaison beginnt. Bevor Sie jedoch Ihren Drahtesel aus dem Winterschlaf holen, sollten Sie sich etwas genauer mit dem Sattel des Fahrrads beschäftigen. Denn die Anatomie der Frau stellt höhere Ansprüche an den passenden Sattel, als die des Mannes. So kann eine falsche Sitzfläche dazu führen, dass sich besonders bei langen Touren Schmerzen oder Taubheitsgefühl im Genitalbereich einstellen. Um ohne Probleme kilometerweit radeln zu können, sollte aus diesem Grund dem Sattel und auch der richtigen Einstellung des Lenkers ein bisschen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Erst durch den richtigen Sattel und die passenden Höhe des Lenkers wird das Radfahren zum schmerzfreien Vergnügen

Erst durch den richtigen Sattel und die passenden Höhe des Lenkers wird das Radfahren zum schmerzfreien Vergnügen

 

Auf den richtigen Sattel kommt es an

Wahrscheinlich haben es die meisten unter Ihnen schon einmal selber erlebt: nach ein paar Kilometern gemütlichem Radfahren, fängt es langsam, aber sicher an im Genitalbereich zu zwicken und zu schmerzen. Durch einen zu harten oder falsch geformten Sattel können Nerven abgeklemmt werden oder es wird nicht erwünschte Reibung erzeugt. Im Gegensatz zu den Herren der Schöpfung, braucht der empfindliche Schoß der Damen nämlich einen speziellen Sattel. Hersteller haben aus diesem Grund auch spezielle Damensättel im Angebot. Diese sind breiter und kürzer als die normalen Modelle für Herren und sollen so besser auf die Beckenform der Frauen abgestimmt sein. Wichtig sind auch Aussparungen in der Mitte der Sättel. Diese sollen den Schambereich noch einmal entlasten. Vor dem Kauf eines Damensattels ist es jedoch wichtig, dass Sie die Modelle genau testen, denn teilweise können Nähte stören oder ein Sattel ist für Ihre Ansprüche zu breit oder schmal. Stark gepolsterte Sättel, die auf den ersten Blick ein weiches Sitzen versprechen, können darüber hinaus auch enttäuschen, denn schnell gibt die Polsterung nach und das kann sogar für ein noch unangenehmeres Sitzgefühl sorgen. Einen ausführlichen Testbericht über Damensättel finden Sie auch bei fitforfun.de.

 

Lenker hoch einstellen

Nicht nur die Form des Sattels entscheidet darüber, ob die Radtour schmerzfrei verläuft, sondern auch die Höhe des Lenkers. Eine Studie der Universität Yale mit 48 Teilnehmerinnen hat gezeigt, dass ein zu niedriger Lenker  schädlich für den Schambereich sein kann. Die Probandinnen legten mindestens 16 Kilometer pro Woche mit einem Fahrrad, das jeweils andere Lenkereinstellungen hatte, zurück. Das Ergebnis der Untersuchung: Bei den Frauen, die auf einem Fahrrad fuhren, bei dem der Lenker niedriger als der Sattel war, nahm die Empfindsamkeit in der Genitalregion ab. Der Druck, der auf den Schambereich ausgeübt wurde, hatte demnach zu Nervenschäden geführt. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Lenker möglichst hoch einzustellen und so zu sitzen, dass sich das Gewicht des Körpers mehr auf die Beckenknochen verlagert. Das schont den empfindlichen Schambereich.

 

Das Fahrrad fit für den Frühling machen

Wenn Sie einen passenden Damensattel haben und der Lenker richtig eingestellt wurde, müssen Sie nur noch Licht, Reifen und Bremsen testen und genau schauen, ob sich über den Winter am Rad Rost oder kaputte Stellen gebildet haben.  Bevor es wieder auf die Radwege geht, sollten Sie auch noch eine Fahrradversicherung abschließen, die Ihr Rad gegen Diebstahl absichert. Dazu lohnt sich auch der Fahrradversicherung Vergleich Warentest . Dann können Sie abgesichert und, dank passendem Sattel, auch ohne Schmerzen,  losradeln.  

 

Bild: Monkey Business Images /shutterstock.com

 

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