Ich hätte gerne eine Portion Luxushund zum mitnehmen, bitte!
Stil

Hunde im Luxus: diamantene Halsbänder, lackierte Krallen und Co.

Das Geschäft mit dem Hund boomt. Besonders Frauchen geben gerne und viel Geld für ihre treuen Begleiter aus. Da wird der Chiwawa in Chanel-Mäntelchen eingepackt und der Labrador bekommt ein Diamanten-Halsband verpasst. Neben den wöchentlichen Shoppingtrips in die Hundeboutique des Vertrauens kommen auch immer mehr Hunde in den Genuss von speziellen Wellnessbehandlungen. Massagen, Nagelpflege und eine fesche Frisur: der Hund wird zum Aushängeschild des eigenen Images. Und wer will schon, dass sein Vierbeiner wie ein räudiger Streuner daher kommt?

Ich hätte gerne eine Portion Luxushund zum mitnehmen, bitte!

Ich hätte gerne eine Portion Luxushund zum mitnehmen, bitte!

 

Frauchen im Shopping-Himmel

Erinnern sie sich jetzt einfach mal ein paar Jahre zurück. Taschenhündchen mit pinken Mäntelchen, Chiwawas mit Totenkopf-Halsband und Champagner schlürfende Beagle:  Nein so ein Anblick bot sich einem vor 10 oder 20 Jahren nicht. Heutzutage gehen luxusverwöhnte Frauen jedoch nicht mehr mit einem nackten Hund auf die Straße. Da muss schon ein Spängchen im Fell stecken oder ein Mäntelchen von Burberry den Leib des Vierbeiners vor den neidischen Blicken des ordinären Pöbels schützen. Besonders Frauen haben in den letzten Jahren den Hund für sich entdeckt. Im Gegensatz zu Katzen, Fischen oder Kaninchen, kann das Hündchen überall hin mitgenommen werden und es gibt ein immer breiter werdendes Angebot an schmückendem Hundezubehör. So existiert heutzutage eigentlich in fast jeder größeren Stadt in Deutschland mindestens eine Hundeboutique. Besonders beliebt sind dabei Hunde, die sich auch mal leicht in der Handtasche verstauen lassen und lieber mit Kaviar gefüttert werden als auf Karnickel-Jagd zu gehen. Der prominenteste Vertreter seiner Art ist wohl der Mops Sir Henry, der auch schon ein eigenes Buch über sein luxuriöses Leben „geschrieben“ hat.

Wellness für den  Hund

Neben Bling Bling am Hals und Schühchen an  den Pfoten hat sich auch ein weiterer boomender Absatzmarkt etabliert: Wellness für den Hund. In Manhattan existiert zum Beispiel schon ein eigenes Hundehotel, das dem Vierbeiner jeden Wunsch von den glubschigen Augen abliest. Da dürfen Susi und Strolch dann im Fitnessstudio die überschüssigen Pfunde abtrainieren, bekommen professionell die Krallen lackiert und können vor dem Flatscreen entspannt ein paar DVDs anschauen. Warum werden unsere Hunde immer mehr verhätschelt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass besonders Frauen die Vierbeiner wie eigene Kinder betrachten und ihren Lieblingen das Beste bieten wollen. Darüber hinaus ist der fesche Hund auch ein Ebenbild des eigenen Images. Da ist es natürlich nicht verwunderlich wenn die High Society Lady, die Wert auf Designer-Marken legt beim Anblick von Burberry-Hundemäntelchen ins Schwärmen gerät. Wenn das Angebot da ist muss es natürlich auch wahrgenommen werden, denn wer will schon die einzige Dame mit Mops in der Nachbarschaft sein, die nicht das neuste Edel-Hundehalsband präsentieren kann. Ob der Chiwawa mit Tiara und lackieren Krallen aber wirklich glücklicher als der räudige Hofhund vom Land ist, bleibt fraglich.

 

Bild: Susan Schmitz /shutterstock.com

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