Eine Blasenentzündung kann besonders schmerzhaft sein
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Chronische Blasenentzündung: was hilft wirklich?

Fast jede Frau hat in ihrem Leben wohl schon mindestens einmal unter einer Blasenentzündung gelitten. Besonders in den Wechseljahren steigt mit der Hormonumstellung auch die Anfälligkeit für eine Erkrankung der Harnwege. Eine chronische Blasenentzündung ist nervig und wirkt sich negativ auf die Lebensqualität aus. Aus diesem Grund haben wir für Sie die besten Tipps für eine gesunde Blase zusammengefasst.

 

Eine Blasenentzündung kann besonders schmerzhaft sein

Eine Blasenentzündung kann besonders schmerzhaft sein

 

Blasenentzündung: ein Frauenproblem

Eine Blasenentzündung wird in den meisten Fällen durch Bakterien ausgelöst. Genauer gesagt handelt es sich dabei um das e.coli Bakterium, das besonders im Darm vorkommt. Durch die, im Gegensatz zu Mann, kürzere Harnrühre der Frau können die Bakterien schneller in die Blase gelangen und dort eine Entzündung auslösen. In den Wechseljahren schrumpft durch den Östrogenmangel dann auch das Gewebe um die Harnröhre und die Krankheitserreger können noch einfacher in die Blase eindringen. Wenn die schmerzhafte Entzündung alle paar Wochen oder Monate auftritt spricht der Mediziner von einer chronisch-rezidivierenden Blasenentzündung. Besonders in der Menopause kann das brennende und schmerzhafte Gefühl in der Blase zu einem unliebsamen Begleiteter werden. Neben der ärztlichen Versorgung und einer Therapie mit Antibiotika gibt es jedoch auch noch andere Hilfsmittel, die Sie einsetzten können, damit eine Blasenentzündung sich gar nicht erst ausbreiten kann.

 

Die Blasenentzündung bekämpfen: viel Wasser und Cranberry

Schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenreizung sollten Sie besonders viel trinken, denn die Flüssigkeit spült die Krankheitserreger aus. Am besten eignen sich Wasser oder Tee. Auch bestimmte Blasentees sind zu empfehlen, da sie leicht desinfizierend wirken. Als Eilheilmittel gegen Blasenentzündungen gelten auch Cranberries. Die kleinen roten Früchte sind voll mit Antioxidantien und Proanthocyanidine, die wiederum verhindern können, dass sich e.coli Bakterien in der Blase festsetzten. Aus diesem Grund schwören viele Patienten, die von chronischen Harnwegsinfekten geplagt werden, auf die Kraft der Cranberry.  Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2011testete  Antibiotika und Cranberry-Präparate auf ihre Wirksamkeit. Jedoch brachen viele Probandinnen die Studie frühzeitig ab, da sie entweder Nebenwirkungen bemerkten oder keinen Erfolg feststellen konnten. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass die PAC-Dosierung der Cranberry-Produkte zu gering war. Die Moosbeere aus Nordamerika ist demnach weiterhin eine gute Option für alle, die ihre Blase auf Dauer und ohne Medikamente stärken wollen.

 

Wärme ist wichtig

Neben reichlich Flüssigkeitszufuhr und dem ein oder andren Glas Cranberrysaft ist auch Wärme gut geeignet um eine Blasenentzündung zu lindern. Legen sie Wärmflaschen oder Kirschkernkissen auf Unterbauch oder Rücken und decken Sie sich gut zu um die Wärme lange am Körper zu halten. Um die Entstehung einer Blasenentzündung zu verhindern sollten Sie darüber hinaus auch darauf achten Unterwäsche aus natürlichen Materialien zu tragen, denn Synthetikstoffe, wie Polyester, fördern ein feuchtes Milieu in dem sich Bakterien leichter vermehren können. Auch der Geschlechtsverkehr stellt ein Risiko dar, denn durch den intimen Kontakt können Bakterien schneller einwandern. Gehen Sie aus diesem Grund gleich nach dem Schäferstündchen auf die Toilette. So werden die gefährlichen Bakterien schnell ausgeschwemmt und können sich gar nicht erst festsetzten.

Bild: corepics /shutterstock.com

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