Glutenunvertäglichkeit
Ernährung

Glutenunverträglichkeit: Ein neuer Ratgeber erleichtert die Diagnose

Glutenunvertäglichkeit

Brot und Brötchen können bei einer Glutenunverträglichkeit krank machen

15 Experten aus 7 verschiedenen Nationen haben es sich zur Aufgabe gemacht mehr Licht ins Dunkel zu bringen und neue Richtlinien herausgegeben wie eine Glutenunverträglichkeit einzuordnen ist. Gluten ist in aller Munde und die Regale mit glutenfreien Lebensmitteln im Supermarkt nebenan werden auch immer voller, aber wer sollte jetzt eigentlich auf Brot und Pasta verzichten?

 

Gluten: ein problematisches Protein

Unter dem Begriff Gluten finden sich Proteingemische wieder, die in verschiedenen Getreidesorten vorkommen. Verbinden sich diese Proteine, von zum Beispiel Weizenmehl, mit Wasser werden sie klebrig und elastisch und sorgen dafür, dass Brot oder Kekse gelingen. Getreide mit einem hohem Anteil an Gluten sind zum Beispiel Weizen, Dinkel oder Gerste. Neben den bekannten Getreidearten findet sich Gluten auch in vielen Fertiggerichten wieder. Für Menschen, die empfindlich auf Gluten reagieren oder im schlimmsten Fall unter Zöliakie leiden heißt das: Schon ein Bissen vom Lieblingsbrot kann schlimme Bauchschmerzen verursachen. Frauen leiden dabei doppelt so häufig an einer Glutenunvertäglichkeit wie Männer.

 

Glutenunverträglichkeit

Unser Darm ist ein wichtiges, aber auch komplexes Organ. Hautauschläge oder Kopfschmerzen sind nicht immer Symptome, die man gleich mit seinem Verdauungstrakt in Verbindung bringen würde. Für viele Menschen sind jedoch Gelenkschmerzen und Co. Folgen einer für sie falschen Ernährung. Das Problem ist jedoch: Es ist nicht immer alles schwarz oder weiß. Einige Menschen haben Schmerzen und werden trotzdem negativ auf Zöliakie getestet, andere vertragen Roggen wunderbar, aber nicht Weizen.

 

Neue Richtlinen: Von Weizenunverträglichkeit bis Dermatistis herpatiformis

Die internationale Gluten-Verwirrung wurde zum Glück endlich etwas aufgelöst. Ein neuer Ratgeber soll das Thema Glutenunverträglichkeit verständlicher machen und helfen eine bessere Diagnose zu stellen. Neben der totalen Glutenintoleranz, der Zöliaki , finden sich auch Weizenunvertäglichkeit oder Glutensensibilität als Einstufung in den neuen Richtlinien wieder. Hier versagen vielfach offizielle Tests, aber die Patienten fühlen sich meistens besser, wenn sie auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Auch Hautkrankheiten wie Dermatitis herpatiformis, bei der sich juckende Pusteln am Körper ausbreiten, können Folge einer Glutenunverträglichkeit sein. Neben offiziellen Bluttests bietet es sich auch an ein Essenstagebuch zu führen und so eventuell langsam heraus zu finden, ob bestimmte glutenhaltige Lebensmittel Auslöser für gesundheitliche Probleme sein können.

Was halten Sie von dem neuen Ratgeber? Leiden Sie selber unter einer Glutenunverträglichkeit oder halten Sie Glutenintoleranz für Panikmache?

Foto: Agnieszka Guzowska/shutterstock.com

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