Krankheiten

Nachweis des Down Syndroms durch das Blut

Besonders Frauen, die erst in einem fortgeschritteneren Alter ihr erstes Kind erwarten, haben Sorge, ihr Kind könne unter dem sogenannten Down Syndrom, im Volksmund auch als „Mongoloismus“ bekannt, leiden.

Unbegründet ist diese Sorge dabei nicht. Immerhin werden die erst in einem späteren Alter ihr erstes Kind erwartenden Frauen auch von Ärzten als Risikoschwangere eingestuft.

Trisomie 21, so die medizinische Bezeichnung der durch eine Chromosomenstörung verursachten Behinderung des Kindes, ist die häufigste Chromosomenstörung. Die betroffenen Kinder besitzen ein zusätzliches Paar des Chromosoms 21, was zu geistigen und körperlichen Behinderungen führt. Trisomie 21 kommt bei einem von 8000 Kindern vor.

Nachweisbar war diese Chromosomenstörung bisher nur durch eine Untersuchung des Fruchtwassers. Dabei sticht der Arzt mit einer Nadel durch die Bauchdecke der werdenden Mutter und entnimmt aus ihrer Gebärmutter Fruchtwasser und Gewebeproben, aus denen sich chromosomale Abweichungen nachweisen lassen.

Allerdings ist diese Methode auch mit dem Risiko einer dadurch eintretenden Fehlgeburt verbunden. Statistisch geschieht dies in einem von 100 Fällen.

Einem Forscherteam von der Chinese University of Hongkong ist es jetzt jedoch gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem die Chromosomenstörung Trisomie 21 auch über einen Bluttest eindeutig nachgewiesen werden kann. Das Verfahren wurde in einem groß angelegten Test unter Mitwirkung von 753 schwangeren Frauen in seiner Zuverlässigkeit bestätigt.

Dabei hatten sich alle Frauen zuvor einer Fruchtwasseruntersuchung unterzogen. Bei insgesamt 86 von ihnen wurde die Diagnose Trisomie 21 nach der Fruchtwasseruntersuchung gestellt. Bei dem sich daran anschließenden Bluttest mit dem neu entwickelten Verfahren der Hongkonger Forscher konnten zuverlässig alle 86 Föten, die unter der Chromosomenstörung litten, identifiziert werden. S kam zu keinem falschen positiven oder negativen Befund durch den Bluttest.

Zwar ist die Ermittlung der Trisomie 21 nach dem neuen Verfahren mit Hilfe eines Bluttests sehr viel aufwendiger und somit teurer als die herkömmliche Fruchtwasseruntersuchung, doch dafür ist sie für Mutter und Ungeborenes sicher.

Bildquelle: aboutpixel.de / Forscher der Zukunft © Raposa

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