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Jammern als Psychohygiene

Ein Grund zum Jammern findet sich eigentlich immer.

Die Waage zeigt ein paar Pfunde mehr, die Kälte draußen ist unerträglich, man fühlt sich ungeliebt oder tausende andere Gründe mehr, die Liste ließe sich fast unendlich fortsetzen. Doch wer sich nur noch in Jammern ergeht, der schadet damit sich und vor allem verspielt auf Dauer die Zuwendung der anderen Menschen.

Manche Menschen jammern schon bei den geringsten Kleinigkeiten, andere hingegen beginnen dann herum zu jammern, wenn sie in Erwartung von Schmerz oder auch Unannehmlichkeiten sind. Dabei ist das Jammern zum einen ein Selbstschutz, zum anderen aber auch durchaus in Zusammenhang mit dem Gemeinschaftsgefühl gebraucht.

Wer beispielsweise finanziell nicht schlecht gestellt ist, der kann sich sicher sein, dass er auch Neider hat. Um die unangenehmen Neidattacken nicht über sich ergehen lassen zu müssen, wird dann schnell über die mangelnde Freizeit und die anstrengende viele Arbeit gejammert.

Jammern tut fast jeder von Zeit zu Zeit, doch gibt es durchaus Unterschiede zwischen dem „reinigenden“ und dem „zerstörerischen“ Jammern. Letzteres zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Jammerer eigentlich gar nichts an ihrer Situation ändern wollen und ergehen sich eher in Selbstmitleid. Wirklich verändern wollen diese Menschen nichts.

Damit vermeiden sie allerdings auch die Selbstkonfrontation, die einen Weg aus dem Jammern zeigen könnte. Auch verspielen sie auf diese Weise auf längere Sicht gesehen die Zuwendung, die andere ihnen entgegen bringen und die die meisten auf diesem Wege suchen.

Ein Weg aus dem vermeintlichen Jammertal ist dabei recht simpel.

Dazu wird der Anlass für den Jammer völlig unverhältnismäßig übertreiben und zwar so lange, bis er auch von dem Jammernden selbst nicht mehr ernst genommen werden kann. An diesem Punkt fällt es dann leichter, die Perspektive zu wechseln und das Geschehen leichter zu nehmen.

So kann das Jammern eine durchaus heilende Wirkung haben.

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