Ernährung

Chips können das Herz schädigen

Acrylamid steht in einem hohen Verdacht, das Risiko an Krebs zu erkranken erheblich zu steigern.

Im Verlauf einer Studie fanden nun polnische Wissenschaftler heraus, dass diese Substanz auch noch ein weiteres nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko in sich birgt.

So kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Acrylamid das Herz schädigen und so das Risiko von Herzerkrankungen deutlich erhöhen kann.

Acrylamid ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Es entsteht dabei vor allem bei der Produktion von stärkehaltigen Lebensmitteln, deren Gehalt an Wasser mit Hilfe starker Erhitzung extrem reduziert wird.

Dies ist der Fall unter anderem bei Lebensmitteln wie Keksen, Toastbrot und Knäckebrot, aber auch in Cerealien lässt sich der Stoff Acrylamid finden.

Um herauszufinden, welche schädliche Wirkung auf die Gesundheit die Substanz in sich birgt, starteten polnische Wissenschaftler des Nationalen Instituts für Lebensmittel und Ernährung in Warschau eine Studie mit gesunden Testpersonen, die täglich 160 Gramm Kartoffelchips zu sich nahmen.

In den Chips liegt der Acrylamid-Gehalt bei 157 Mikrogramm, die typische Aufnahmemenge eines Menschen liegt in Durchschnitt bei etwa 20 bis 30 Mikrogramm pro Tag. Bereits nach vier Wochen konnten die Forscher im Blut der Studienteilnehmer unter anderem erhöhte Blutfettwerte sowie eine hohe Konzentration von Entzündungsmarkern feststellen.

Diese gelten als typische Veränderungen, die das Risiko für Arteriosklerose und damit Herzerkrankungen erhöhen. Erst nach mehreren Wochen ohne das Essen der Kartoffelchips sanken die Werte wieder.

Im Resümee ihrer Studie plädieren die polnischen Wissenschaftler nun für eine lang angelegte Studie, die die langfristigen Auswirkungen einer als durchschnittlich angesehenen Aufnahmemenge des Stoffes Acrylamid prüfen soll.

Des weiteren sprechen sie sich dafür aus, durch eine Veränderung der Herstellungsverfahren den Acrylamid-Gehalt der Lebensmittel zu reduzieren.

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