Krankheiten

Auch bei Blasenschwäche ausreichend trinken

Besonders Frauen leiden unter Inkontinenz. Häufig reduzieren die Betroffenen ihre Flüssigkeitszufuhr aus Angst, nicht mehr rechtzeitig eine Toilette zu erreichen.

Diese Verhaltensweise allerdings ist kann die Problematik noch verschlimmern. Ausreichend trinken ist wichtig, um die aggressiven Bestandteile des Urins genügend zu verdünnen.

Ist dieser durch zu geringe Zufuhr von Flüssigkeit zu sehr konzentriert, so kann er die Blasenschleimhaut angreifen.

Allerdings sollten Frauen, die unter Inkontinenz leiden, auf harntreibende Getränke verzichten.

Unter diese Kategorie fallen grundsätzlich schwarzer und grüner Tee, Nieren und Blasentee sowie Brennnesseltee. Aber auch Kaffee sollte auf Grund seines Koffeingehaltes gemieden werden, ebenso alkoholische Getränke, die durch den enthaltenen Ethanol stark harntreibend wirken.

Frauen und Mädchen, die noch nicht von einer Inkontinenz betroffen, allerdings bereits eine schwache Blase haben, neigen häufig dazu, „lieber einmal mehr“ oder „sicherheitshalber“ zur Toilette zugehen. Allerdings kann dieses Verhalten dazu beitragen, eine Inkontinenz entstehen zu lassen. Daher sollten diese Frauen und Mädchen eher versuchen, Toilettenbesuche so lang wie möglich hinaus zu zögern und nicht erst schon beim ersten Anzeichen das WC aufsuchen.

Da sich die Blase, wird sie schon bei geringem Druck entleert, zunehmend verkleinert, signaliesiert sie im Laufe der Zeit schon bei sehr geringen Mengen von Urin einen verstärkten Harndrang, was schließlich in den folgenden Jahren zu einer Inkontinenz führen kann. Daher raten Experten dazu, nicht schon dem ersten Bedürfnis des Wasserlassens nachzugeben, sondern den Gang zur Toilette so lang wie möglich hinauszuzögern, um so die Blase zu trainieren.

Von Inkontinenz sind allein in Deutschland bis zu 25 Prozent aller Frauen über 60 Jahren betroffen. Leider muss für die betroffenen Patientinnen gesagt werden, dass eine Harninkontinenz nicht immer heilbar, wohl aber zu lindern oder auch hinaus zu zögern ist.

Bild: © Piotr Marcinski / iStockphoto

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