Krankheiten

Neue Behandlung bei chronischen Kniegelenksschmerzen

Chronische Kniegelenksschmerzen sind inzwischen zur Volkskrankheit geworden.

Jeder 3. Deutsche leidet mehr oder weniger stark darunter, die Lebensqualität ist mitunter erheblich eingeschränkt.

Wenn weder eine konservative Behandlung noch eine Operation Linderung bringen, wurde bisher als letzte Möglichkeit ein künstliches Kniegelenk in Betracht gezogen. Jetzt gibt es einen neuen, schonenden Eingriff, der den Schmerz einfach ausschaltet.

Das Kniegelenk ist das größte und komplexeste Gelenk des Menschen. Als zusammengesetztes Gelenk besteht es aus dem Kniescheibengelenk, dem Kniekehlgelenk und dem Gelenk zwischen Schienbein und Wadenbein.

Menisken, Gelenkkapseln und Bänder unterstützen den hochkomplizierten Apparat, der überdies von zahlreichen Nerven durchzogen wird. Zur präzisen Ausführung von unterschiedlichen Bewegungen werden die Bänder von einem ausgeklügelten Muskelsystem unterstützt.

Aufgrund dieser hochkomplexen Strukturen ist gerade das Knie, auf dem zusätzlich das gesamte Körpergewicht lastet, besonders empfindlich. Neben vielen anderen Erkrankungen kann es daher schnell zu schmerzhaften Entzündungen oder sogar zum Gelenkverschleiß kommen.

Neue Therapie schaltet den Schmerz einfach aus

Da gerade für viele ältere Menschen mit fortgeschrittener Arthrose und entsprechend quälenden Schmerzen die Implantation eines künstlichen Gelenks mitunter zu risikoreich sein kann, bietet jetzt das Deutsche Denervationszentrum in Essen als einer der ersten Spezialisten-Einrichtungen Deutschlands die so genannte Denervation (Nervenausschaltung) an.

Das besonders schonende, risikoarme Verfahren wurde bereits 1992 von Prof. Dellon (Facharzt für Plastische Chirurgie und Neurologie aus Baltimore/USA) entwickelt. Doch trotz der großen Erfolge in den USA ist die Methode in Deutschland so gut wie unbekannt und wird bundesweit nur von ganz wenigen Spezialisten angeboten – wie seit neuestem im Essener Deutschen Denervationszentrum.

Test verrät, wem die Methode zuverlässig hilft
Die Denervation kann grundsätzlich für Patienten in Betracht kommen, die bereits die üblichen konservativen und operativen Maßnahmen durchlaufen haben und eine schonende Alternative zum künstlichen Gelenk suchen. Oder für Patienten, die trotz künstlichem Kniegelenk weiterhin Schmerzen haben. Aber auch junge Patienten mit Kniegelenksschmerzen unterschiedlicher Ursache können erfolgreich behandelt werden.

Praktisch: Bereits im Vorfeld gibt ein einfacher Test Aufschluss, ob der Eingriff individuell Hilfe verspricht. In der Praxis des Deutschen Denervationszentrums führen die Spezialisten eine Testblockade des schmerzleitenden Nervs mithilfe eines örtlichen Betäubungsmittels durch. Jetzt kann der Patient selbst feststellen, inwieweit sich die Schmerzen verringern oder sogar ganz weg sind.

Kniegelenksdenervation: dauerhaft schmerzfrei dank ausgeschalteter Nerven
Bei der eigentlichen ca. 30 – 40minütigen Operation mit kurzem stationären Aufenthalt wird gezielt ein Teil der schmerzleitenden, getesteten Nerven um das Kniegelenk herum entfernt, so dass sie nicht wieder zusammenwachsen und erneut Schmerzsignale an das Gehirn leiten können. Das Kniegelenk selbst bleibt dabei unberührt.

Die Veränderungen an den Knochen, Knorpeln oder Bändern, die ursprünglich den Schmerz verursacht haben, werden allerdings durch die Denervation nicht geheilt. Das bedeutet, dass das Knie weiterhin anschwellen kann oder knöcherne Veränderungen fortschreiten – allerdings sind und bleiben die Schmerzen weg oder sind auf ein absolut erträgliches Maß reduziert.
Die Behandlungskosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Weitere Infos: www.deutsches-denervationszentrum.de

Bild: © Tatiana Morozova / iStockphoto

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