In güldenem Glanze: Hochzeit im Herbst
20. Oktober 2014 – 12:25 | Kein Kommentar

Wer sagt, dass der Herbst die kargste Jahreszeit ist, der hat sich gewaltig geirrt. Denn jetzt erst taucht die Sonne die Natur und die Laubwälder in sattes Gold und zeigt, was der Sommer hervorgebracht hat. …

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Interview mit einer Hobby-Autorin: „Meine Geschichten lassen sich schlecht einordnen“

Geschrieben von admin am 27. August 2014 Kein Kommentar|

Ein eigenes Buch schreiben? Wirklich? So gern viele von uns diesen Traum in die Realität umsetzen würden, bleibt es aus Zeitmangel oder nicht vorhandener Muße meist bei der Träumerei. Dass dies aber nicht immer so sein muss, beweist Irmgard Mailänder. Die Hobby-Autorin hat bereits zwei Bücher geschrieben und ihre Liebe zu Märchen in ihrem Hobby – dem Schreiben – einen Ausdruck verliehen. Wir haben mit ihr über ihre Inspiration, ihre Leidenschaft zum Vorlesen und ihr nächstes Buch gesprochen.

Buchautorin

Die Hobby-Autorin Irmagrad Mailänder schreibt aus „Spaß an der Freud.“

Eine Botschaft erzählen

Ihre Geschichten sollen in keinem Fall nur unterhalten: Irmgard Mailänder möchte mit ihren Kindergeschichten einen tieferen Sinn vermitteln und eine Botschaft erzählen. Die Hobby-Autorin und Sozialpädagogin aus Baden-Württemberg schrieb schon als Jugendliche kleine Gedichte und Geschichten. „Sie fliegen mir einfach so zu. Daher schreibe ich auch nicht regelmäßig wie „richtige“ Autoren oder Schriftsteller. Wenn ich die Idee zu einer Geschichte habe, formiert sich im Hinterkopf der grobe Umriss und ich schreibe los.“ Ihre Inspiration bekommt Irmgard auch aus ihrem direkten Umfeld: „Für das Buch mit Kindergeschichten bekam ich Anregungen von einer befreundeten Erzieherin, die mich auch dazu brachte, überhaupt dieses Buch herauszubringen.“

„Meine Geschichten lassen sich schlecht einordnen“

Bisher ist ein Märchenbuch mit ihren Geschichten erschienen, die Hobby-Autorin schreibt aus Spaß an der Freude und nicht in erster Linie um damit Geld zu verdienen. Sie möchte Menschen Freude mit ihren Geschichten bereiten und sie zum Nachdenken anregen.

Auf die Frage, um welche Art Geschichten es sich bei ihren Erzählungen handelt und mit welchen Autoren sie sich vergleichen würde, meint Irmgard: „Meine Märchen, von denen bisher nur das eine Märchenbuch herausgekommen ist, sind vielleicht noch mit Grimms und Andersens Märchen zu vergleichen, denn in diesem Stil sind sie geschrieben. Doch ich habe überhaupt Probleme, mich mit „richtigen“ Autoren zu vergleichen. In dieser Hinsicht bin ich sehr selbstkritisch, was oft ein Fehler und Hemmnis beim Schreiben ist. Auch wenn ich zu einer Geschichte viele positive Rückmeldungen bekomme, nehme ich eine negative Kritik viel ernster als die vielen positiven.“

Irmagrd Mailaender Screenshot

Auf ihrem Blog finden sich Infos rund um Irmgard, ihre Bücher und Märchen.

In Planung

Ihre Märchen wurden auch bereits ins Japanische übersetzt und sind in Japan als EBook erschienen, das war eine große Ehre für die Hobby-Autorin. Dass sie ihre Arbeit sehr ernst nimmt, erfahren wir auch auf Irmgards Blog. Dieser strahlt genau das aus, was Irmgard in ihren Geschichten ausdrücken möchte, ganz unter dem Motto „Erhaltet euch den Märchenglauben, denn das Leben steckt voller Märchen.“

Ihre Veröffentlichungen „Lara und das Zauberbuch“ und „Die Suche nach dem verzauberten Prinzen“ sind beide im Engelsdorfer Verlag erschienen und werden wohl nicht die einzigen Publikationen bleiben: „Meine Märchen sind ja bereits geschrieben. Ich muss nur mal in die Pötte kommen und verschiedene Verlage anschreiben, oder die Sammlung selbst herausbringen. Das wäre mein nächstes Projekt. Ich wollte aber die Märchen mit einer Lektorin noch einmal überarbeiten. Für eine Anthologie habe ich das mit einem Märchen schon gemacht und finde die neue Version einfach besser und „runder“.“ Auch ein „humorvoller Frauenroman“, ganz anders als ihre bisherigen Geschichten wird, ist bereits in Planung. „Eine Kindergeschichte habe ich auch fertig, aber die will ich noch überarbeiten, weil ihr meiner Meinung nach noch die Leichtigkeit und das Kindgerechte fehlt.“ Diese will sie vor der Veröffentlichung noch „den Kindern vorlesen, welche die besten Kritiker sind.“

Zusätzlich als Vorlesepatin tätig

Denn neben ihrer Tätigkeit als Hobby-Autorin liest sie als Vorlesepatin im Kindergarten Geschichten vor. Hierbei ist nicht nur die Auswahl der vorgelesenen Erzählungen und Geschichten wichtig: „Viele Kindergartenkinder haben heutzutage Probleme, sich längere Zeit zu konzentrieren, quer durch die sozialen Schichten hindurch. Das ist einfach ein Merkmal der heutigen Zeit, das man mit einrechnen sollte. Daher ist es gut, spannende und/oder lustige Bilderbücher auszuwählen, deren Text nicht zu umfangreich ist. Auch Wimmelbücher sind gut, bei dem Kinder erzählen sollen, was sie sehen, denn auch das fördert den Wortschatz. Schon kleine Kinder sprechen übrigens auf schön gereimte Verse an. Diese Sprachmelodie hat eine besondere Anziehungskraft auf sie. Oft lese ich den ersten Reim vor und lasse die Kinder dann das Ende des zweiten Reimes raten, was ihnen großen Spaß macht.“

Die Situation beim Vorlesen ist jedes Mal eine andere und „man sollte auch locker an die ganze Sache rangehen (…) Oft sind Kinder unruhig oder eines stört, und man muss darauf reagieren. Am besten sieht man die Sache nicht zu verbissen und hat ein leichteres Bilderbuch als andere Lösung in petto. Von einer anderen Vorlesepatin übernahm ich den guten Tipp, einen kleinen Stoß Bücher dabei zu haben, den die Kinder am Ende des Vorlesens anschauen können, am besten für jedes Kind ein Buch – und wenn es „nur“ ein Pixibuch ist. Die Kinder lieben das und fordern es auch ein. So lernen die Kinder buchstäblich, die Bücher zu begreifen, und der Umgang mit den Büchern wird ihnen selbstverständlich und wichtig.“

Märchen für Erwachsene?

Als Kind haben wir alle gerne Märchen gelauscht und manche der heute erwachsenen Damen träumen – wenn sie ihn nicht schon gefunden haben – noch immer von ihrem Märchenprinz. Auch für Irmgard steht ganz klar fest, dass Märchen auch für Erwachsene sind: „Meine Märchen, die ich geschrieben habe, richten sich eigentlich an Erwachsene oder zumindest an Jugendliche. Und das nicht, weil „schlüpfrige“ Szenen drin wären, sondern weil es dort um Liebe geht, die Liebe zwischen Mann und Frau. Auch geht es darin um Erkenntnisse, zu denen man eben erst als Heranreifender oder Erwachsener gelangen kann.“

Maerchenprinz

Irmgards persönliches Märchen ist bereits wahr geworden.

Und zum Schluss: Können Märchen wahr werden?

Diese Frage beantwortet Irmgard mit „Ja!“: „Ich hatte einige meiner Märchen und Geschichten auf meinen alten Blog gestellt. Mein jetziger Mann fand auf meinen Blog und verliebte sich durch das Lesen meiner Märchen in mich, wäre aber nie darauf gekommen, dass ich mich für ihn interessieren könnte. Er kommentierte bei mir. Ich machte Gegenbesuche, und seine Rosengemälde, die er auf seinen Blog stellte, gefielen mir sehr, genauso wie seine ganze Art, die aus seinen Beiträgen sprach. Ich wäre aber nie darauf gekommen, dass er sich für mich interessieren könnte. Damals bloggte ich sehr viel und hatte dementsprechend viele Leute auf meinem Blog. Keiner aber war so interessant wie er. Ich war unglücklich in meiner damaligen Beziehung und innerlich frei für eine neue Liebe.

Irgendwann, nach ungefähr einem Dreivierteljahr, klickte er auf die E-Mail, die im Kommentar immer angegeben ist und schrieb mir eine Mail, in der er sich kurz vorstellte, nur in der Intention, vielleicht einen netten Austausch zu bekommen. Aber das war die Initialzündung für unsere jetzige Beziehung. Seit fünf Jahren sind wir verheiratet. Ich bin damals zu ihm gezogen, in ein anderes Bundesland, in die Großstadt, was ich nicht mag, fast vier Autostunden von meiner Heimat entfernt.

Inzwischen wohne ich mit ihm wieder etwas näher an meiner Heimat, wieder auf dem Land. Und ich bin glücklich, auch wenn es manchmal zwischen uns arg kracht, weil wir beide ein lebhaftes Temperament haben und auch beide sehr rechthaberisch und besserwisserisch sind. Ich liebe es, endlos mit ihm diskutieren zu können, und: dass er mich so liebt, wie ich bin.

Märchen können wahr werden, denn diesen Märchenprinzen habe ich mir beim Schreiben meiner Märchen gewünscht.“

Bilder: bildagentur.panthermedia.net/pressmaster
bildagentur.panthermedia.net/sirabalde

 

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