Aktmodell auf einer Straße liegend
Sexualität

Diven fehl am Platz! Beruf Nude Art Model

Ganz ehrlich, woran denken Sie zuerst, wenn Sie das Wort ‚Aktmodell‘ hören? An die nackten Frauen des Pirelli-Fotokalenders? Oder an die muskelbepackten Kerle aus den Filmen, die sich im Kunstunterricht malen lassen und deren bestes Stück immer von einer Vase verdeckt ist? Oder daran, dass die Tätigkeit als Aktmodell ein gut bezahlter Beruf ist, für den man vor allem eines braucht: Disziplin!

Aktmodell auf einer Straße liegend

Aktfotografie ist eine Form der Kunst.

Nacktfotos? JA! − Selber machen? NEIN?!?

Angeblich leben wir in einer Zeit, die keine Tabus mehr kennt. Doch wenn es um Nacktheit geht, ist dann der ein oder andere doch etwas schüchtern. FKK? Schön und gut, solange die Unbekleideten in dem ihnen zugewiesenen Territorium bleiben. Und Nacktfotos? Sofern sie gut gemacht sind und die darauf abgebildeten Menschen ästhetisch aussehen, findet sie wohl jeder toll, auch wenn das vielleicht nicht alle zugeben würden. Doch selbst als Aktmodell zu arbeiten, kommt für viele überhaupt nicht in Frage. Daran ist nichts Verwerfliches, denn eine der wichtigsten Voraussetzungen, um diesen Beruf gut machen zu können, ist sich in seinem Körper wohl zu fühlen und kein Problem mit dem Nackt-Sein zu haben. Dass die Modells keine Scham empfinden, ist tausendmal wichtiger als ihre Körpermaße, schreibt Profifotograf Thomas Braun auf seiner Homepage.

Diven braucht kein Mensch!

Natürlich ist ein schöner Körper wichtig, wenn man Nude Art Model sein will, doch was ist schon ein schöner Körper? Nicht immer sind 90-60-90 Maße gefragt, sondern Vielfalt! Selbstbewusstsein ist alles, auch in diesem Beruf. Eine weitere Jobanforderung, die auf jeden Fall erfüllt sein muss, ist Pünktlichkeit. Starallüren à la „das Beste kommt fünf Minuten zu spät“, sind absolut fehl am Platz. Denn jede Minute, die das Modell verspätet erscheint, kostet dem Auftraggeber bares Geld. Zuverlässigkeit steht deshalb hoch im Kurs. Wer gerne auf Diva macht, ist ebenfalls im falschen Business, denn Teamfähigkeit ist neben einer sehr guten Körperbeherrschung unerlässlich, um gewinnbringend mit den Fotografen arbeiten zu können.

Aktmodell beim Posing

Keine Scham, ein sicheres Körpergefühl, Pünktlichkeit und Diziplin sollte ein Nude Art Modell mitbringen.

Der perfekte Dreier: Das Modell, die Kamera und der Fotograf

Ein Nude Art Modell muss einiges mitbringen, um sich in seinem Berufsfeld bewähren zu können. Am allerwichtigsten ist jedoch eine Eigenschaft: Disziplin. Bei der Arbeit mit Profi- oder Hobbyfotografen wird die volle Konzentration des Modells verlangt. Mal geht es darum, sich in vorgegebenen Posen zurechtzufinden, ein anderes Mal darum, selbst kreativ zu werden und eigenständig zu posieren. Ein gutes Körpergefühl und einen bestimmtes Maß an Beweglichkeit und Sportlichkeit sind unbedingt erforderlich. Denn es ist viel anstrengender, eine Pose mehrere Minuten lang zu halten, als es auf den ersten Blick scheint.

Wieviel verdient ein Nude Art Modell?

Wer sich anstrengt und seinen Job mit Freude macht, will für die investierte Mühe auch entsprechend entlohnt werden. Vor unfairer Bezahlung bzw. Niedriglöhnen braucht man im Nude-Art-Business allerdings keine Angst haben. In der Regel verdienen Aktmodells zwischen 10 und 50 Euro in der Stunde, es kann aber auch mehr sein. Wenn hingegen ein Pauschalhonorar vereinbart wird, ist die Bezahlung meistens vom Aufwand (wo und wie lange wird geshooted) des Projekts abhängig.

Perfekter Studentenjob?

Gut bezahlte Studentenjobs sind rar – böse Zungen behaupten, es gibt sie gar nicht. Der Traum vom schnellen Geld ist, wie eine Studie, über die die Süddeutsche Zeitung berichtete, zeigte, die Hauptmotivation für Studierende, in die Prostitution einzusteigen. Viele bereuen diesen Schritt nach einer Zeit, haben sich aber an das Geld gewöhnt und schaffen den Absprung nicht. Nude Art hat nichts mit Pornografie zu tun, wird aber leider manchmal in dieselbe Ecke gestellt. Beim der Tätigkeit als Aktmodell geht es um die schönen Bilder, die letztlich entstehen sollen, nicht um das Geld, das man dabei verdient. Wenn Studenten nur diesen Aspekt sehen, sollten sie vielleicht gar nicht erst damit beginnen.

Bilder © Thomas Braun

 

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