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Hirsutismus, wenn Frauen ein Bart wächst

Hirsutismus, wenn Frauen ein Bart wächst

Es ist ein seltenes Phänomen, aber für die betroffenen Frauen bedeutet es oft Spott, Scham bis hin zur Isolation.

Wenn Frauen unter einem übermäßigen Haarwuchs an bestimmten Körperpartien leiden, so spricht man medizinisch von Hirsutismus. Zum Glück für alle davon betroffenen Frauen ist dieses Problem medizinisch durchaus erfolgreich zu behandeln.

Mit der Pubertät beginnt für die von Hirsutismus betroffenen Frauen die Leidenszeit. Die Hormone bewirken in diesen Fällen nicht nur die Veränderung des Körpers im Sinne dessen, dass die äußerlichen Geschlechtsmerkmale sich ausbilden, sondern vor allem beginnen am Körper Haare übermäßig zu sprießen.

Dieser Haarwuchs betrifft dabei alle Regionen des Körpers, auch die, an denen normalerweise bei Frauen kein Haarwuchs auftritt. Am auffallendsten ist dabei das sprießen eines Damenbartes. Hinzu kommt ein vermehrter Haarwuchs an den Beinen, auch die Arme und der Rücken können davon betroffen sein und sich im Laufe der Jahre noch verstärken.

Versuche, dem übermäßigen Haarwuchs mit Enthaarungscremes oder Bleichungsmitteln Herr zu werden, ist leider nie von Erfolg gekrönt. Hervorgerufen wird dabei der übermäßige Haarwuchs nicht durch eine Überproduktion des männlichen Hormons Testosteron. Dieses wird bei jeder Frau in kleinen Mengen ausgeschüttet, bei Hirsutismus – Patientinnen in der gleichen Menge, wie auch bei anderen Frauen. Allerdings reagiert bei Hirsutismus die Haut übermäßig auf dieses Hormon und es kommt zu dem übermäßigen Haarwuchs.

Hilfe finden die betroffenen Frauen zunächst bei ihrem Gynäkologen. Hier wird die Ursache für den Hirsutismus ermittelt. Gemeinsam mit einem Hautarzt oder auch anderen Spezialisten kann dann eine Therapie ermittelt werden, die betroffene Frauen von ihrem Leiden erlösen kann.

Foto: © Christian Stoll – Fotolia.com

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